Paare und Familien

"Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen." (Augustinus Aurelius)

Paare & Familien

Psychoanalytische Familien- und Paartherapie ist ein psychotherapeutischer Ansatz, der unbewusste und vorbewusste Konflikte, Beziehungsmuster und Abwehrstrukturen in Paaren und Familien aufdeckt und bearbeitet, um die Symptomatik von Familienmitgliedern zu verstehen und zu verändern.

Der Fokus liegt auf der Interaktion zwischen allen Beteiligten und der Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte, wodurch neue Erfahrungen und Veränderungen ermöglicht werden. Dieser Ansatz bezieht auch übergreifende gesellschaftliche, ökonomische und politische Einflüsse auf die Beziehungsdynamik mit ein.

Ziele und Vorgehensweisen?

  • Aufdecken unbewusster Konflikte: Die Therapie zielt darauf ab, verborgene Konflikte, unbewusste Erwartungen und transgenerationale Aufträge aufzudecken, die zu Problemen in der Beziehung oder Familie führen.
  • Veränderung von Beziehungsmustern: Durch das Erkennen und Verändern destruktiver oder wiederkehrender Verhaltensmuster können gesündere Interaktionen und eine verbesserte Beziehungsdynamik gefördert werden.
  • Nutzung der therapeutischen Situation: Die im therapeutischen Prozess erlebten und dargestellten Konflikte werden für alle Beteiligten erfahrbar und somit veränderbar gemacht.
  • Einbeziehung übergreifender Faktoren: Neben den individuellen und familiären Dynamiken werden auch sozioökonomische und politische Kontexte berücksichtigt, die Beziehungen beeinflussen können.

Wer profitiert davon?

  • Die Methode richtet sich an Paare und Familien, die unter Konflikten, Beziehungsproblemen oder Symptomen eines Familienmitglieds leiden, die auf unbewussten Prozessen basieren.

Paare

Die psychoanalytische Paartherapie ist gekennzeichnet durch: die Konzentration auf unbewusste Konflikte und Beziehungsmuster, die Analyse von Übertragung und Gegenübertragung, die Bearbeitung der individuellen Biographien im Kontext der Paardynamik und das Ziel, zerstörerische Interaktionsmuster zu durchbrechen, um eine reparative Kommunikation zu ermöglichen und die Autonomie des Paares zu fördern.
Fokus auf das Unbewusste und Beziehungsmuster 
  • Die Therapie widmet sich den unbewussten Konflikten, die sich in der Beziehung manifestieren und aus den früheren Bindungen der Partner stammen.
  • Frühere Beziehungserfahrungen und die individuelle Biographie der Partner werden im Kontext der Paarbeziehung bearbeitet, um Muster zu erkennen, die wiederholt werden.
Übertragung und Gegenübertragung
Ein zentrales Element ist die Analyse von Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomenen.
  • Frühere Beziehungsmuster und Selbst- bzw. Objektanteile werden auf den Partner und den Therapeuten projiziert, was der Therapeut analysiert, um destruktive Interaktionen zu unterbinden. 
Der therapeutische Prozess
Paare werden ermutigt, ihre Gedanken, Gefühle und Erinnerungen in den Gesprächen frei zu assoziieren.
  • Der Therapeut agiert als Vermittler und hilft den Partnern, unbewusste Inhalte zu erkennen und zu verstehen.
  • Die Therapie fördert ein "Hier und Jetzt"-Erleben der Konflikte, um sie im gegenwärtigen Moment bearbeiten zu können. 
Ziele der psychoanalytischen Paartherapie
  • Durchbrechen destruktiver Muster: Die Therapie zielt darauf ab, sich wiederholende, negative Interaktionsmuster zu identifizieren und aufzulösen.
  • Förderung reparativer Kommunikation: Durch das Verständnis der zugrundeliegenden Konflikte wird eine konstruktivere und empathischere Kommunikation angeregt.
  • Stärkung von Autonomie und Verbindung: Es wird angestrebt, sowohl die innige Verbindung im Paar als auch die Autonomie jedes Einzelnen zu fördern.

Mein Angebot für Paare

Als Gruppenanalytiker und systemischer Berater wende ich ein analytisch-systemisches Misch-Behandlungskonzept bei Paarangelegenheiten an. Konflikte und Beziehungsmuster, die in der privaten Zweiersituation nicht mehr (konstruktiv) besprochen werden können, werden ebenso behandelt, wie unbewussten Muster beider Partner aus deren frühesten Bindungen zu Bezugspersonen wie Eltern, Geschwistern oder Großeltern. Gegenseitiges Verständnis für das Konflikterleben des anderen und der eigenen beteiligten Anteile in einer wertschätzenden Gesprächskultur soll (wieder)erreicht werden.

Wie ich arbeite:

Ort: Praxis Wien und Klosterneuburg

Zeit und Dauer: individuell zu vereinbaren

Frequenz: individuell zu vereinbaren

Größe: 2 Personen (keine Kinder)

Aufnahme: unverbindliches, kostenfreies Erstgespräch

Optional: zusätzliche Einzelstunden (kostenpflichtig)

Kosten: EUR 125,–* je Einheit (50 Minuten), empfohlen Doppeleinheiten (100 Minuten)

*Antrag auf Krankenkassenzuschuss bei krankheitswertiger Symptomatik möglich

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Familien

Die psychoanalytische Familientherapie betrachtet Beziehungen und Konflikte innerhalb der Familie, indem sie unbewusste Muster, frühe Erfahrungen und die Interaktion zwischen Familienmitgliedern analysiert. Sie konzentriert sich auf die Analyse von Übertragung und Gegenübertragung, die sich in der aktuellen therapeutischen Beziehung zeigen, um verinnerlichte Konflikte zu verstehen und aufzudecken. Der Fokus liegt auf der Aufdeckung und Veränderung unbewusster Konflikte und Abwehrstrukturen, die die Symptome eines Familienmitglieds beeinflussen, und nutzt dafür die Dynamik der therapeutischen Situation.

Charakteristika im Detail:

  • Fokus auf unbewusste Prozesse: Im Gegensatz zu systemischen Ansätzen, die sich primär auf die aktuellen Interaktionen konzentrieren, schaut die psychoanalytische Familientherapie tiefer in die unbewusste Welt der Gefühle, Wünsche und Erinnerungen der Familienmitglieder.
  • Analyse der therapeutischen Beziehung: Der Therapeut analysiert die Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene, die zwischen den Familienmitgliedern und ihm selbst entstehen, um die zugrundeliegenden inneren und zwischenmenschlichen Konflikte zu verstehen.
  • Szenisches Verstehen: Die Therapie nutzt die Darstellungen der Konflikte in der therapeutischen Situation selbst, um diese für alle Beteiligten erlebbar und damit veränderbar zu machen.
  • Mehrgenerationen-Ansatz: Es wird davon ausgegangen, dass unbewusste Konflikte und Muster, die in der frühen Familiengeschichte entstanden sind, auch heute noch wirksam sind und Verhaltensweisen prägen.
  • Integration von Elementen: Die psychoanalytische Familientherapie integriert Konzepte der Psychoanalyse, der psychodynamischen Psychotherapie und der systemischen Familientherapie, um eine umfassende Analyse der Familiendynamik zu ermöglichen.
  • Ziel der Veränderung: Ziel ist die aufdeckende und verändernde Arbeit an diesen unbewussten Konflikten und Beziehungsmustern, um die Symptomatik eines Familienmitglieds zu reduzieren und die Funktionsfähigkeit des Systems zu verbessern.

Mein Angebot für Familien

Als Gruppenanalytiker und systemischer Berater wende ich ein analytisch-systemisches Misch-Behandlungskonzept bei Familienangelegenheiten an. Der Vorteil dabei liegt, dass gleichzeitig der Fokus auf die Einzelperson, der Familiengruppe als Ganzes, der Beziehungen untereinander, Subgruppen, Muster, Rollen, Haltungen, Werte und gemeinsame und konkurrierende Ziele gelegt werden kann.

Wie ich arbeite:

Ort: Praxis Wien und Klosterneuburg

Zeit und Dauer: individuell zu vereinbaren

Frequenz: individuell zu vereinbaren

Größe: max. 6 Personen (keine Kinder)

Aufnahme: unverbindliches, kostenfreies Konzeptgespräch mit 1 Person

Optional: zusätzliche Einzelstunden (kostenpflichtig)

Kosten: EUR 150,–* je Einheit (50 Minuten), empfohlen 3er-Einheiten (150 Minuten)

*Antrag auf Krankenkassenzuschuss bei krankheitswertiger Symptomatik möglich

Termin vereinbaren